Kon­takt­sper­re – Ein Wort und sei­ne Renaissance

Stellt man bei Goog­le Trends Suchen nach dem Wort „Kon­takt­sper­re“ dar, ergibt sich fol­gen­des Bild:

„Kon­takt­sper­re“: Ein Wort, das bis zum 21. März wohl fast aus­schließ­lich im Zusam­men­hang mit his­to­ri­schem Inter­es­se an der RAF gesucht wur­de, und dem­entspre­chend sel­ten, wird zu einem der hei­ßes­ten Stich­wör­ter auf Google.

„Kon­takt­sper­re“: Das bedeu­te­te bis zum 21. März je nach Sicht­wei­se ent­we­der einen Ver­stoß gegen recht­staat­li­che Prin­zi­pi­en oder aber die Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass man kri­mi­nel­le Anwäl­te kei­nen Bring­dienst für Kas­si­ber und sogar Schuss­waf­fen in den Knast betrei­ben las­sen soll­te. Viel­leicht auch bei­des. Der Bun­des­tag erließ zu die­sem Zweck sogar eigens ein Kon­takt­sperr­ge­setz, ange­nom­men mit 317 Ja-Stim­men gegen 4 Nein-Stim­men bei 17 Ent­hal­tun­gen. „Kon­takt­sper­re“ klang nach „toter Trakt“.

Ein selt­sa­mes Wort, für das sich die Poli­tik da ent­schie­den hat. Und selt­sam, wie sich die Asso­zia­tio­nen eines Wor­tes inner­halb nur eines Tages so dra­ma­tisch ändern können.